Ich habe Fragen zum Baurecht in der Schweiz. (Z.B. Wo und wie kann ich meine Kleinwohnform legal aufstellen? Soll ich von Anfang an auf die Gemeinde zugehen oder die Kleinwohnform einfach aufstellen?) Wisst ihr mehr darüber?

Die rechtliche Lage bezüglich Kleinwohnformen ist in der Schweiz unklar. Wir können als Verein im Moment leider keine universell gültigen Antworten auf eure Fragen geben.
Es gibt aber Tipps und Tricks, wie man die Chancen erhöhen kann, seine Kleinwohnform aufstellen und darin wohnen zu können. Mitglieder des Vereins haben jeweils als Erste Zugang zu ausführlichen Tipps und Tricks sowie zu Entwicklungen im Baurecht. Von daher würden wir aus einer langfristigen Perspektive empfehlen, Mitglied im Verein zu werden.

Kurzfristig können wir folgende Tipps auch an Nicht-Mitglieder weitergeben:

  • Die Frage, ob eine (mobile) Kleinwohnform eine (Bau)Bewilligung braucht, kann man so nicht abschliessend beantworten. Grundsätzlich brauchen alle ‘Bauten’ eine Baubewilligung; aber der Fall ist unklar, sobald eine Kleinwohnform z.B. auf Rädern steht. Ebenfalls macht es einen Unterschied, ob man die Kleinwohnform als Hauptwohnsitz nutzt oder nicht, oder diese gewerblich nutzt oder vermietet. Für all diese Spezialfälle gibt es keine klare Richtlinie.
  • Es ist empfehlenswert, da rechtlich weniger heikel, eine Kleinwohnform in der Bauzone und nicht in der Landwirtschaftszone aufzustellen – auch wenn Kleinwohnformen oft mobil sind.
  • Es ist förderlich, bereits bei der Stellplatzsuche die Gemeinden miteinzubeziehen und ihre Haltung gegenüber einer Kleinwohnform abzuklären sowie über die Funktionsweise der Kleinwohnform aufzuklären.
  • Wenn die Kleinwohnform autarke Systeme nutzt, um auf fixe Anschlüsse (Wasser, Abwasser, Strom) verzichten zu können, muss man deren Funktionsweise den zuständigen Behörden erklären, da diese sonst standardmässig anordnen könnten, Anschlüsse zu installieren, obwohl diese nicht gebraucht werden.
  • I.d.R. sind Gemeinden offener für Kleinwohnformen, wenn der/die Bewohner/in eine feste Adresse in der Gemeinde hat, also z.B. angemeldet ist im Haus, neben dem die Kleinwohnform aufgestellt ist. Die Gemeinden möchten Klarheit haben über die Formalitäten; also wo Einwohner/innen Steuern zahlen und ihre Post bekommen.